VITAMIN B 6 Einnahme in einer Dickdarmkrebsstudie
Die Studie die im monatlichen Journal of Nutrition veröffentlicht wurde, zeigt die Auswirkungen von Vitaminen in einer Gruppe von 81.184 Probanten, die an einer Studie im Japanischen Public Health Center teilgenommen haben.
„Unsere Ergebnisse zeigten, dass bei geringerer Einnahme von Vitamin B6 mit einem um 31 Prozent erhöhten Risiko bei Männern an Dickdarmkrebs zu erkranken verbunden ist. Das Resultat der Studie zeigt auch, dass eine erhöhte Einnahme von Vitamin B6 bei Männer eine zusätzlich schützende Auswirkungen hat, wenn sie Alkohol einnehmen.“ Schrieb der leitende Autor Junko Ishihara vom Japanischen National Krebs Center in Verbindung mit Untersuchungen von der Gunma Universität Graduate School of Medicin.
Jedes Jahr werden in Europa 363.000 neue Fälle von Dickdarmkrebs gezählt, weltweit ca. 945.000. Daran sterben jährlich ca. 492.000 Menschen.
Ishira und Kollegen verwendeten 138 selbst entwickelte Food-Frequenz-Fragen (FFQ) um die Einnahme von Folaten zu quantifizieren, Vitamin B-6, Vitamin B-12 und Methionine bei 38.107 Männern und 43.077 Frauen. Die Teilnehmer wurden von 1995 – 1998 beobachtet.
Ende 2002 wurden 526 Fälle von Dickdarmkrebs (335 Männer und 191 Frauen) aus der Stichprobe diagnostiziert.
Nur erhöhte Vitamin B6-Einnahme wurde festgestellt, dass dies einen signifikanten Vorteil bei männlichen Teilnehmern ergab wobei festgestellt wurde, dass 31 % weniger Erkrankungen auftraten bei solchen die die höchsten Einnahmen verzeichneten verglichen mit jenen mit geringsten Einnahmen.
Männer, die in der Woche ca. 150 g Alkohol oder mehr konsumierten verdoppelte sich das Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken im Vergleich zu jenen, die weniger tranken und sich in der Gruppe befanden mit dem geringsten Vitamin B-6 Einnahmen. Aber die Auswirkungen von Alkohol war nicht höher in der Gruppe jener, die die höchsten Einnahmen von Vitamin B6 verzeichneten, ergänzten die Wissenschaftler.
Keine Vorteile wurden hingegen festgestellt bei Frauen oder beiden Geschlechtern bei Einnahme von Folate und Mehionin, wohlaber stand die Einnahme von Vitamin B-12 in Verbindung mit einem gering höherem Risiko bei Männern.
Vergangenes Jahr wurde die Erhöhung von Vitamin B-Einnahmen mit schützender Wirkung gegen Parkinson’s Krankheit assoziiert. Wissenschaftler von der Erasmus Medical Center in Rotterdam untersuchten 5.289 Leute im Alter von über 55 Jahren und sie haben herausgefunden, dass solche, die täglich 230,9 mcg Vitamin B 6 eingenommen haben oder mehr ein um 54 Prozent geringeres Risiko hatten an Parkinson zu erkranken als jene, deren tägliche Einnahme geringer war als 185,1 mcg.
Quelle: Journal of Nutrition, Juli 2007, Volume 137, Seiten 1808-1814. Author Ishihara, T.Otani, M.Inoue. M.Iwasaki, S.Sasazuki, S Tsugane etc.
Natürliches Vitamin B-Vorkommen in unserer Nahrung mit Tagesbedarfsangabe:
Keime 45 g, Sojabohne 130 g, Linsen, Vollkornhirse oder Vollkornreis 190 g, dagegen polierter Reis 1500g; Kichererbsen 220 g, Weizenvollkorn 300 g, Obst 1600 g.
Vitamin B-6 Tagesbedarf ist an die Eiweißzufuhr gekoppelt !
Erwachsene benötigen 1,2 – 1,5 mg, Schwangere um 1 mg mehr.
Unter weiblichen Jugendliche wurde festgestellt, dass sie aber nur 1,3 mg im Tag zu sich nehmen, was einer 71 %-igen Bedarfsdeckung entspricht. Generell erreichen Frauen aber in keiner Altergruppe die empfohlenen Vitamin-B-6-Zufuhr, sodass sich ableiten lässt, dass während der Schwangerschaft und Stillzeit gravierende Versorgungslücken bestehen dürften. Das führt dazu, dass die Vitamin B-6.Konzentration in der Muttermilch absinkt.
Vitamin B-6-Verarbeitungsverluste:
In pflanzlichen Lebensmittel finden sich primär Pyridoxin, das relativ stabil ist und deshalb nur geringe Verluste bei der Verarbeitung erleidet. In tierischen Produkte kommen vorwiegende Phosphate vor, die sehr UV- und Hitzelabil sind. So führt eine Lagerung z.B. der Milch in Klarglasflaschen bei Sonneneinstrahlung innerhalb weniger Stunden zu 50%, das Braten von Fleisch zu ca. 40% Vitamin B6-Verlust
Auswirkungen von Vitamin-B-6-Mangel.
Es dominieren Hautveränderungen (Dermatitis). Bei Kindern, die infolge autoklavierter Kindernahrung einen Pyridoxinmangel entwickeln kam es zu Krämpfe und EEG-Veränderungen, in der Folge zu einer peripheren Neuropathie mit Demyelinsierung der Nerven und in weiterer Folge eine hypochrome, nicht mit Eisen behandelbare Anämie zu beobachten.
Warnung vor Überdosierungen
Megadosen (z.B. bei Bodybuilding) von Pyridoxin (enthalten in einer Vielzahl pseudowissenschaftlicher Einsatzgebiete) sind nicht unproblematisch. Pyridoxin weist im Gegensatz zu anderen B-Vitaminen eine vergleichsweise hohe chronische Toxizität auf. Ab 150mg/Tag über Monate muss mit einer reversiblen, peripheren Neuropathie mit Gangstörungen, Reflexausfällen und Empfindungsstörungen gerechnet werden.
Quelle: Taschenatlas der Ernährung, Thieme Verlag Seite 194-195.
Wenn Sie unserem wiederholten Hinweis auf Vollkorngetreide (stattpoliertem) und ganzem Korn statt Mahlprodukten und Hülsenfrüchten, sowie reichlich Gemüse und alls aus kontrolliert biologischem Anbau folgen, dann liegen Sie laut dieser Studie und den nachfolgenden Berichten auf der richtigen Seite.
Ihre
Naturgärtner
Aus dem Garten der Natur