Vollkornreis

Weltweit ist Reis die Nr. 1 im Getreideanbau und im Verzehr von Menschen. Botanisch wird Reis der Gräser- und Getreidefamilie der Poáceae und der Art Orýza zugeordnet, wobei heute die Orýza sativa L. die größte Bedeutung hat. Der Reis wächst auf einem schlanken Rispengras mit Halmen heran und die Pflanze kann bis zu 1,80 m Höhe erreichen. Die Rispen selbst, die die neue Ernte tragen werden nicht länger als 50 cm. Aus einem Reiskorn in die Erde gesteckt entstehen nicht selten 120 neue Körner, die geerntet werden.

Die meisten Reissorten benötigen während der Wachstumsperiode ein warmes und feuchtes Klima. 35 Grad C. Reis benötigt enorme Wassermengen ca. 3000 - 15.000 Liter je geerntetem Kilo Reis. Davon ausgenommen ist sogenannter Bergreis.

Angebaut wird heute Reis noch immer durch Verpflanzung, Direktsaat ist seltener.  Reis in der ersten Phase (bis zur Blüte) in einer Art Sumpfklima aufzuziehen haltet auch das Unkraut unter Kontrolle, das beim Bergreis im Bio-Anbau eine ausgeklügelte mechanische Unkrautbeseitigung verlangt, indessen Bauern im konventionellen Anbau chemische Spritzmittel verwenden, um eine Monokultur zu garantieren.

In den Verkehr gelangt Vollkornreis feldfließend, d.h. der Reis wird entspelzt, grob gereinigt von Schalen, Halmteilen, etc. Je mehr winzige Erdteile an Korn haften, desto länger hält sich die Lebenskraft (=Lebensenergie = Qi) des Kornes. Diese bestimmt die Keimzahl. Üblich in Europa sind von 100 Körnern 80-85 keimfähig. D.h. 15-20 nicht.

Vor der Zubereitung ist es ganz wichtig jede Art von Vollkorngetreide (Reis, Dinkel, etc.) von allen Dingen, die zum Feld gehören zu säubern. Dies geschieht durch 5 - 6 x Waschen des Vollkorngetreides in der Küche, bis absolut kein Schmutz mehr im Waschwasser ist.

Bei der Zubereitung geht es vor allem um die Erhaltung der Lebenskraft. Es gibt 1000 Arten Vollkorngetreide zuzubereiten, hier beschränken wir uns auf die wesentlichen 3 Arten wie Vollkornreis zubereitet werden kann. :

1. Der perlende Reis benötigt 1 : 2  bis 1 : 2,5 Teile Reis : Wasser und 1 Kombu-Alge. Alles wird rasch zum Kochen gebracht, dann die Hitze so stark reduzieren bis der Reis nur mehr simmerlt. Nach 30 - 40 Minuten in einem geschlossenen Kochtopf, wenn kein Dampf mehr aus dem Kochtopf entweicht, wird der Reistopf vom Feuer gezogen und muss dann noch ca. 30 Minuten bei geschlossenem Deckel nachgaren. Vor dem Servieren wird der Reis gut durchmischt, um möglichst gleiche Teile von Reis, der unten an der Feuerstelle war und jenem der oben mehr im Wasser garte auf den Teller zu bekommen. Richtig ist dieser Vollkornreis zubereitet, wenn er perlt.

2. Die Reissuppe benötigt 1:7 bis 1:8 Teile Reis : Wasser und 1 Kombu. Die Suppe wird bei verschlossenem Deckel zum Kochen gebracht. Nach etwa 20 Minuten wird der Deckel entfernt und der Reis im Topf auf dem Feuer gerührt, bis eine Art Reisschleimcreme entstanden ist. Diese Reissuppe einige Tage hintereinander genossen, kann zu teils starken Ausscheidungen von Giften aus dem Körper führen.

3. Die Reiscreme. Zunächst werden die Reiskörner (nach dem Waschen) im Backrohr getrocknet und leicht braun geröstet. Dies geschieht unter ständiger Beobachtung und Rühren, um ein Poppen der Reiskörner zu vermeiden. Der leicht gebräunte Reis wird nach dem Abkühlen in einer Getreidemühle fein vermahlen und sogleich danach mit 1 : 3 -1 : 5 Teilen Reis : Wasser unter ständigem Rühren zu einer Reiscreme zubereitet. Wer es liebt eine Art Pudding aus der Reiscreme zu servieren, der gibt zuletzt Kuzu oder Pfeilwurzelmehl hinzu.

Eine Kur mit Reiscreme über 14 - 21 Tage hat vielen Menschen geholfen Krankheiten auszuscheiden.  Der Reiscreme wird in der makrobiotischen Literatur große Bedeutung gegeben, "Krebs aus dem Körper zu treiben". Reiscreme ist um so wirkungsvoller je mehr Aufmerksamkeit, Hingabe und Liebe bei der Zubereitung gegeben wird.