Legiminosen zählen zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Klassisch kennen wir sie als Erbsen, Bohnen und Linsen, die kleinkörnigen Samen als Alfalfa und Bockshornklee (Keimsaaten) und die tropische Leguminosen als Erdnüsse und Johannisbrot (Carob).
Hülsenfrüchte sind Schmetterlingsblütler und lieben trockenes und heißes Klima und gedeihen auf relativ nährstoffarmen Böden in Asien, Nord- und Südamerika. Hülsenfrüchte sammeln Stickstoff und reichern den Boden damit an indem sie Knöllchenbakterien anhäufen und tragen so zu einer entscheidenden Bodenverbesserung bei.
Hülsenfrüchte sollten einen fixen Bestandteil in unserer Ernährung einnehmen (mindesten 10% unserer täglichen Nahrung). Sie sind ernährungsphysiologisch sehr wertvoll. Kaum eine Pflanze liefert soviel Eiweiß, Mineralstoffe, wie Eisen, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium und der Ballaststoffanteil fördert die Darmtätigkeit enorm.
Hülsenfrüchte enthalten kaum Fett (ausgenommen Sojabohnen). Die Kombination von Getreidegerichten mit Hülsenfrüchten schmeckt nicht nur hervorragend, sondern erhöht die Eiweißverwertbarkeit. Zusammen mit Vitamin C kann auch ihr Eisengehalt richtig verwertet werden.
Entgegen aller Vorurteile machen Hülsenfrüchte genau wie auch Getreide nicht dick, sondern geben Energie und Kraft, Kinder gedeihen kräftig und in der Sportlerernährung sind sie sehr geschätzt.
Wichtig: Hülsenfrüchte aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) schmecken besonders aromatisch, weisen keine Schadstoffrückstände auf und sind nicht geschält. Gerade in der Schale verbergen sich wichtige Inhaltsstoffe. Dagegen sind aus konventionellem Anbau Hülsenfrüchte oftmals geschält, haben dann keine Keimfähigkeit mehr (es fehlt die "Lebensenergie, das wichtige Chi") und sie sind dann auch nicht mehr "vollwertig".